Ende von Sicherheitsupdates
Windows 10 wird seit dem 14. Oktober 2025 nicht mehr regulär mit Sicherheitsupdates versorgt. Geräte funktionieren weiter, sollten aber nicht dauerhaft ohne Sicherheitskonzept betrieben werden.
Nachhaltige IT · Linux · Open Source · Geräte länger nutzen
Viele Computer werden nicht ersetzt, weil sie technisch unbrauchbar sind, sondern weil Betriebssysteme, Update-Vorgaben oder Software-Anforderungen Grenzen setzen. Eine sorgfältige Prüfung, ein Backup und ein passendes freies Betriebssystem können vorhandene Geräte wieder sicher, verständlich und langfristig nutzbar machen.
Ziel ist nicht der Neukauf um jeden Preis, sondern eine fachliche Einschätzung: Was kann bleiben, was braucht Pflege und wann ist Ersatz wirklich sinnvoll?
Problem verstehen
Wenn ein Betriebssystem keine Sicherheitsupdates mehr erhält oder ein Nachfolger bestimmte Hardware voraussetzt, können funktionierende Geräte aus dem regulären Update-Pfad fallen. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Hardware unbrauchbar ist.
Windows 10 wird seit dem 14. Oktober 2025 nicht mehr regulär mit Sicherheitsupdates versorgt. Geräte funktionieren weiter, sollten aber nicht dauerhaft ohne Sicherheitskonzept betrieben werden.
Windows 11 setzt unter anderem TPM 2.0, Secure Boot, 64 GB Speicher und unterstützte Prozessoren voraus. Ältere Geräte erfüllen diese Anforderungen häufig nicht, obwohl sie technisch noch verwendbar sind.
Ein Gerät, das für E-Mail, Office, Browser, Recherche oder Verwaltung noch ausreicht, muss nicht automatisch entsorgt werden. Mit passender Software kann die Nutzungsdauer verlängert werden.
Linux als zweite Chance
Für viele alltägliche Aufgaben eignen sich einsteigerfreundliche Linux-Distributionen wie Linux Mint oder Ubuntu. Sie bringen Browser, Office-Programme, E-Mail, PDF-Werkzeuge, Updates und eine große Auswahl freier Software mit.
Linux Mint 22 ist als Langzeitversion bis 2029 unterstützt. Ubuntu-LTS-Versionen erhalten fünf Jahre standardmäßige Sicherheitswartung. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Gerät, Nutzung, Treibern, benötigter Software und persönlicher Arbeitsweise ab.
Besonders geeignet für viele Umsteiger, weil die Oberfläche vertraut wirkt und viele Alltagsprogramme direkt verfügbar sind.
Weit verbreitete Linux-Basis mit langen Wartungszeiträumen, großer Dokumentation und vielen unterstützten Anwendungen.
Bei Neuinstallation können Datenträgerverschlüsselung, Benutzerrechte und Backup-Strategie direkt mitgedacht werden.
Nach der Umstellung wird erklärt, wie Updates, Programme, Dateien und Sicherungen im Alltag funktionieren.
Vorgehen
Nachhaltige IT beginnt nicht mit einer Installation, sondern mit einer sauberen Entscheidung. Dafür werden Daten, Hardware, Nutzung und Risiken gemeinsam betrachtet.
Realistische Beratung
Nachhaltigkeit bedeutet auch, ehrlich zu prüfen. Defekte Datenträger, sehr knapper Arbeitsspeicher, fehlende Treiber, Spezialsoftware oder geschäftskritische Windows-Anwendungen können gegen eine Umstellung sprechen. In solchen Fällen ist eine sichere Migration oder ein gezielter Ersatz oft sinnvoller als eine fragwürdige Bastellösung.
Die folgenden Hersteller- und Projektseiten erklären Supportzeiträume und technische Voraussetzungen.
Eine kurze Beschreibung von Gerät, Alter, Betriebssystem und gewünschter Nutzung reicht für die erste Einordnung aus.